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Historie

Erleben Sie mit unserer Haus-Chronik eine Zeitreise durch das letzte Jahrhundert. Von den Anfängen des Gebäudes als musikhistorisches Museum bis heute.

 

= 1849 =
1849 wurde Wilhelm Heyer in Köln geboren. Die Liebe zur Musik ließ den späteren Papierfabrikanten zum Mittelpunkt des musikalischen Lebens der Stadt Köln werden. Sein besonderes Augenmerk richtete sich auf das Sammeln alter Instrumente und bibliophiler Objekte aus der Musikszene vergangener Jahrhunderte. Seine Sammlung bereicherte Heyer z.B. mit der Klaviersammlung des Pianoherstellers Ibach in Barmen und der italienischen Instrumentensammlung des Barons Alessandro Kraus in Florenz. So entstand eine Gesamtzahl von 2.600 Instrumenten – neben 1.700 Musikautographen, 4.000 Musikerporträts, annähernd 20.000 Briefen großer Meister und bibliophilen Unikaten. Alle Instrumente sollten sich in einem spielbaren Zustand befinden, wozu der Sammlung eine eigene Instrumentenbau-Werkstatt angegliedert wurde. Der geeignete Rahmen für diesen umfangreichen Bestand sollte ein repräsentatives Gebäude in Köln, Worringer Straße 23, werden.

 

= 1905 =
1905 erbaute der Kölner Architekt Carl Moritz das prunkvolle Gebäude nach den ästhetischen Vorstellungen des Neoklassizismus mit strengen Jugendstildekorformen. Bereits kurz nach Eröffnung des „Musikhistorischen Museums von Wilhelm Heyer in Cöln“ galt Köln als Mekka für Instrumentenkundler und Musikforscher.

 

= 1909 =
1909 erhielt der Musikwissenschaftler Georg Kinsky eine Berufung an das Musikhistorische Museum in Köln, um dessen Leitung zu übernehmen. Als ehemaliger Mitarbeiter in der Musikabteilung der Königlichen Bibliothek zu Berlin war Kinsky für die wissenschaftliche Aufbereitung der Sammlung prädestiniert (4 Katalog-Bände).

 

Musikhistorisches Museum

 

= 1913 =
1913 wurde das Museum mit historischer Kammermusik festlich eröffnet. Eine der bedeutendsten Sammlungen Europas – neben den staatlichen Instrumentenmuseen Berlin, Brüssel, Paris, London – wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vielfältige Nachwirkungen der Heyerschen Aktivitäten sind auch heute noch spürbar, z.B. die „Alte-Musik-Bewegung“, die in der damaligen Kölner Musikhochschule begann.

 

Musikhistorisches Museum

 

= 1926 =
1926 wechselte die Heyersche Privatsammlung aus finanziellen Gründen nach Leipzig über. Ein Verlust, den die Kölner Stadtväter in der Folgezeit heftig beklagten. Heute ist die Sammlung fast vollständig im Musikinstrumente-Museum der Universität Leipzig zu finden.
(weitere Informationen als PDF)

 

= 1988 =
1988 konnten Interessenten für ein überarbeitetes Gebäudekonzept und seine Realisierung als Hotel gefunden werden. Durch strenge Auflagen des Kölner Amtes für Denkmalschutz wurde das im II. Weltkrieg beschädigte Gebäude restauriert und ließ das Juwel unter den einstigen Museen zu einem Juwel unter den Kölner Hotels der Neuzeit werden.

 

Hotel Viktoria

 

= 1989 =
1989 wurde das Hotel Viktoria eröffnet. Nicht nur der wiedererstandene historische Gebäudekomplex, sondern auch die Gestaltung ausgewählter Zimmereinheiten mit Erinnerungsstücken an Musikerpersönlichkeiten lassen den Gründergedanken wieder aufleben.